Mehr Einbruchs-Abbrüche.
Wie die PKS
aber auch zeigt, steigt die Zahl der er-
folglosen Einbruchversuche über die
Jahre stetig an: 42,7% aller versuchten
Einbrüche werden durch Einbruch-
schutztechnik vorzeitig abgebrochen.
Schäden bleiben aber oft, manchmal
als Ergebnis von Frust über den miss-
lungenen Einbruch.
Bei den Abbruchquoten ist übrigens
das Land Baden-Württemberg Vorreiter
– 44% aller Einbruchsversuche schei-
terten. Dies ist der höchste Wert in ganz
Deutschland.
„Die Zahlen in Baden-Württemberg
zeigen, dass technische Maßnahmen
zum Schutz vor Einbrüchen wie auch
eine aufmerksame Nachbarschaft sehr
wirksam sind. Zudem informieren sich
die Bürger mehr, wie man sich schüt-
zen kann und nehmen verstärkt unser
Angebot der polizeilichen Beratungen
wahr“, erklärt Harald Schmidt, Ge-
schäftsführer der Polizeilichen Krimi-
nalprävention der Länder und des Bun-
des (ProPK).
Hersteller und Händler reagieren.
Das Thema Einbruchssicherheit ha-
ben natürlich auch die Hersteller- und
Händler in den vergangenen Monaten
zunehmend ins Visier genommen. „Wir
haben seit Jahren jährliche Umsatz-
zuwächse im Bereich von 5%“, sagte
der Vorstandsvorsitzende des Bundes-
verbands Sicherheitstechnik, Norbert
Schaaf, der Deutschen Presse-Agentur.
Im vergangenen Jahr habe das Plus so-
gar 6,9% erreicht.
Natürlich gibt es pro-
fessionelle Hersteller und
Handwerker, die hoch-
wertige Anlagen in al-
ler Couleur bereitstellen
und einbauen. Das kann dann für den
Privatmann aber auch ganz schön ins
Geld gehen. Jedoch lässt sich mit einem
überschaubaren finanziellen Aufwand
schon mehr Sicherheit erreichen.
Der Energiekonzern RWE bietet bei-
spielsweise ein Kamerapaket an, das
neben einer zentralen Einheit einen
Funk-Bewegungsmelder für innen so-
wie eine Kamera und einenWandsender
zum Ein- und Ausschalten der Kamera
beinhaltet. Dazu gibt es die Smartpho-
ne-App „Smartcam“, und man kann von
überall aus beobachten, was sich in den
eigenen vier Wänden abspielt, ist man
mal außer Haus. Die Montage ist leicht.
Ideal also gerade für Privathaushalte
und vor allem Singles, die öfter unter-
wegs sind und niemanden haben, der
regelmäßig nach der Wohnung sieht.
Tipps von KH Security.
Klaus Hoff-
mann, Inhaber des Fachhändlers KH
Security aus dem hessi-
schen Heidenrod-Kemel,
hat einige einfache Tipps
auf Lager.
„Zeigen Sie einem po-
tenziellen
Einbrecher
schon von außen, das er in Ihrem Haus
auf Widerstand stößt“, sagt Hoffmann.
Denn wer einen „Bruch“ machen will
und nicht gezielt ein Haus ansteuert,
sondern dieses neben weiteren auf ei-
ner Tour ansteuert, der will schnell rein
– und schnell wieder raus. Das „Ge-
schäft“ sollte bestenfalls innerhalb
weniger Minuten erledigt sein.
Einen solchen Widerstand macht
beispielsweise ein einfach gestalteter
Türstopper in Keilform, der aber einen
schrillen Alarmton von sich gibt, so-
Einbrecher will
schnell rein und auch
schnell wieder raus
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1
Gitterroste können per Kette und Veran-
kerung im Mauerwerk vor Aufhebeln ge-
schützt werden.
2
Ein „Demo-Fenster“ mit Remock Lockey
(links) sowie Glasbruchalarm (rechts)
und Alarmanlage (oben).
3
Der Glasbruchalarm schrillt los, wenn die
Fensterscheibe stark erschüttert wird.
4
Remock Lockey blockiert mit zwei Stahl-
bolzen zuverlässig die Tür. Es wird kom-
fortabel per Fernbedienung geöffnet
und geschlossen.
5
Der Fensteralarm wird aktiviert, wenn
eine Lichtschranke unterbrochen wird. Er
kann auch etwa Arzneischränke im Haus
vor dem Zugriff durch Kinder schützen.
6
Der DoorJammer wird unter der Tür ein-
geklemmt und verhindert, dass jemand
von außen die Tür eindrückt.
7
Der Türgriffalarm ertönt, wenn der Griff
bewegt wird.
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Dieser Türstopper verkeilt nicht nur die
Türe, er gibt auch Alarm, sobald die Me-
tallplatte des Stoppers gedrückt wird.
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sicherheit
08/2016
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