Staat setzt auf Prävention.
Seitens des
Staates reagiert man derzeit aber we-
der mit einer merkbaren Aufstockung
an Polizeibeamten, sondern gibt den
Eigentümern privater Haushalte lieber
verschiedene Anreize und Tipps, selbst
für ihre Sicherheit zu sorgen. Und Geld.
Der Bund hat das Programm „Kri-
minalprävention durch Einbruchsi-
cherung“ aufgelegt und Mittel zur Ver-
fügung gestellt, damit Bürger bei der
Sicherung ihrer Wohnungen auf eine
finanzielle
Förderung
bauen können.
Die Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW), die
weltweit größte nationale
Förderbank, bietet zudem
das Programm „Einbruchschutz als
Einzelmaßnahme“ und vergibt zins-
günstige Kredite für alle Antragsbe-
rechtigten sowie – in Zeiten niedriger
Zinsen noch interessanter – einen In-
vestitionszuschuss für Privatpersonen.
Das gilt beispielsweise für den Ein-
bau von einbruchhemmenden Haus-
und Wohnungseingangstüren oder
von entsprechenden Nachrüstsyste-
men, aber auch beispielsweise für auf-
schraubbare Fensterstangenschlösser,
Bandseitensicherungen, drehgehemm-
te Fenstergriffe oder Pilzkopfverrie-
gelungen. Außerdem kann man sich
den Einbau einbruchhemmender Gitter
und Rollläden oder von Einbruch- und
Überfallmeldeanlagen mit Kamerasys-
temen, Panikschaltern oder „intelli-
genten“ Türschlössern mit personali-
sierten Zutrittsrechten fördern lassen.
All dies müssen selbstverständlich
spezialisierte Fachunternehmen aus-
führen und muss den Anforderungen
und den jeweiligen Widerstandsklas-
sen, DIN oder VDE-Vorschriften ent-
sprechen. Die Voraussetzungen sind
den „Technischen Mindestanforderun-
gen für Maßnahmen zur
Barrierereduzierung und
zum Einbruchschutz“ als
Anlage des Merkblattes
„Altersgerecht Umbau-
en - Investitionszuschuss
Kampagne der Verbände.
Die Verbän-
de der Sicherheitswirtschaft haben
gemeinsam mit der Polizei im Früh-
jahr 2004 eine herstellerneutrale Auf-
klärungskampagne zum Schutz von
Bürgern und Gewerbetreibenden vor
Einbruch gestartet. „Mehr als ein Drit-
tel aller Wohnungseinbrüche finden
mittlerweile tagsüber statt. Die Bür-
ger müssen aktiver werden und lernen,
dass sie beim Einbruchschutz selbst
tätig werden müssen. Investitionen in
mechanische Tür- und Fenstersiche-
rungen und Alarmanlagen zahlen sich
aus und schützen bestmöglich vor Ein-
brechern“, so Dr. Helmut Rieche, Vorsit-
zender der Initiative.
Unter dem Motto „Nicht bei mir!“
weisen die Initiatoren seitdem auf Si-
cherheitslücken in Haus, Wohnung und
Büro hin, informieren über wirksame
Vorsichtsmaßnahmen und zeigen Wege
zur fachlichen Beratung auf. Der durch
Einbruch entstandene Schaden liegt
laut der Initiative im vergangenen Jahr
bei rund 530 Millionen Euro.
530 Millionen Euro
Schaden pro Jahr
durch Einbrüche
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Einbruchschutz
Wieman es Einbrechern schwer macht
Das Magazin für Waffenbesitzer
sicherheit
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