DWJ 2016-08 - page 45

rück. Außerdem nutzt die
Polin mit dem Luftgewehr
9015 One das derzeitige
Flaggschiff aus dem Hause
Anschütz. An der Entwick-
lung des One-Schaftes mit
maximalen
Verstellmög-
lichkeiten und innovativer
Schaftkappe war maßgeb-
lich der deutsche Schütze
Julian Justus beteiligt. Jus-
tus wird für den Deutschen
Schützenbund ebenfalls in
Rio mit dem 9015 One an den
Start gehen.
Ein weiteres vergleichs-
weise neues Modell besitzt
der Pole Tomasz Bartnik.
Er möchte mit dem Klein-
kalibersystem 54.30 die
Goldmedaille
gewinnen.
Das System basiert auf dem
Match 54, wobei das Aus-
wurffenster zur besseren
Handhabung um 30 mm
nach hinten verlegt wurde.
Den Schlagbolzen sowie das
Schloss hat man entspre-
chend gekürzt. Durch eine
Reduzierung des Gewichts
des Schlagbolzens konnte
man die Schussentwick-
lungszeit bei gleich bleiben-
der Federkraft verringern.
Die Variante 54.30 ist als
Wechselsystem konzipiert
und kann somit in diverse
Anschütz-Schäfte
einge-
baut werden.
Feinwerkbau.
Die Waffen-
schmiede aus Oberndorf
am Neckar ist ebenfalls seit
mehreren Jahren im inter-
nationalen Spitzensport er-
folgreich. Sportler wie die
Chinesin Siling Yi, die deut-
sche Nachwuchshoffnung
Selina Gschwandtner oder
aber die mehrfachen Welt-
cup-Sieger Haoran Yang
und Yifei Cao (beide China)
schwören auf Feinwerkbau-
Waffen. In Rio dürfte insbe-
sondere das Modell 800 X,
mit demauchGschwandtner
schießt, zu sehen sein. Der
Hinterschaft des Gewehrs
ist doppelt schränkbar und
darüberhinaus höhenver-
stellbar und trennbar, ohne
Beeinträchtigung der ein-
gestellten Visierlinie. Da­
rüber hinaus ist die Schaft-
backe neigbar, schwenkbar
sowie höhen- und längen-
einstellbar. Der Spannhebel
am Modell 800 X ist in der
Grundstellung frei um 360°
positionierbar und nach in-
nen und außen schwenkbar.
Dies eröffnet dem Schützen
eine noch individuellere
Anpassung als bisher.
Morini.
Die Schweizer Waf-
fenschmiede ist bekann-
termaßen
ausschließlich
in den Pistolendisziplinen
vertreten. Morini stattet
international Schützen und
Schützinnen mit Luft- und
Sportpistolen aus. Nicht
zu vergessen sind auch die
Freien Pistolen, die im Brei-
tensport allerdings einen
eher geringeren Bekannt-
heitsgrad haben. In Rio sind
die Schweizer mit den Mo-
dellen CM 162EI, CM 22M-
RF sowie CM 84E vertreten.
Pardini.
Die Italiener sind
hauptsächlich
in
den
Kurzwaffendisziplinen zu
finden.
Besonders
bei
Sportpistolenschützen sind
die Waffen beliebt. Das Mo-
dell Pardini SP gibt es mitt-
lerweile auch mit elektroni-
schem Abzug. Die SP Rapid
Fire ist eigens für die Dis-
ziplin Olympische Schnell-
feuerpistole konzipiert und
bei
diesen
Wettbewer-
ben häufig auf dem Stand
zu finden. Unter anderem
nutzt der Deutsche Chris-
tian Reitz ein solches Mo-
dell. Auch Olena Kostevych
aus der Ukraine kommt mit
den Pardini-Waffen gut zu-
recht. Der langjährige deut-
sche Nationalkaderschütze
Ralf Schumann gewann mit
Pardini 2008 bei den Olym-
pischen Sommerspielen in
Peking die Silbermedaille.
Bei den Luftgewehr-
schützen ist die Marke Par-
dini eher selten zu finden.
Dass dennoch mit den ita-
lienischen Gewehren inter-
nationale Erfolge möglich
sind, beweist derzeit der
Italiener Niccolo Campriani.
Er schießt mit dem Modell
GPR1, das es in mehreren
Varianten gibt. Das GPR1
08/2016
schießsport
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