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von Nataly Kemmelmeier

Schalldämpferregelung in Rheinland-Pfalz gelockert

Jägerinnen und Jäger können nun einfacher Schalldämpfer für die Jagd erwerben. Nach monatelangen Bemühungen des LJV hat das rheinland-pfälzische Innenministerium eine pragmatische Genehmigungsregelung auf dem Weg gebracht.

Verboten waren Schalldämpfer im Jagdbetrieb zwar nicht, doch bürokratische Hürden machten den Erwerb nahezu unmöglich. Das ändert sich nun, denn das Innenministerium empfiehlt seinen nachgeordneten Waffenbehörden, auf „begründeten Antrag“ hin ein Bedürfnis für den Erwerb und den Besitz von Schalldämpfern für Langwaffen (mit schalenwildtauglichem Büchsenkaliber) durch Jäger anzuerkennen.

Lautlos wird die Jagd durch den Einsatz von Schalldämpfern dennoch nicht. Schalldämpfer sind nämlich nicht in der Lage, den Knall eines Schusses komplett zu unterdrücken, sondern dämpfen lediglich den Mündungsknall. Bei großkalibrigen Waffen entsteht ein Knall mit einer Lautstärke von mehr als 160 Dezibel (dB). Ein brauchbarer Schalldämpfer reduziert diesen Knall des Schusses um bis zu 25 dB. Da Jagdgeschosse aber mit Überschallgeschwindigkeit fliegen, erzeugen sie während ihres Fluges bis zum Ziel ein Überschallknall, der trotz des Einsatzes von Schalldämpfern nach wie vor deutlich hörbar ist. Einen „lautlosen“ Schuss wird es also in der Jagdpraxis nicht geben.

Das rheinland-pfälzische Innenministerium folgt mit der nun vorliegenden Genehmigungspraxis dem Beispiel anderer Bundesländer wie Bayern oder Brandenburg. Parallel dazu wird das Innenministerium weiterhin eine bundeseinheitliche Regelung anstreben.

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