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von Walter Schulz

SHOT Show in Las Vegas – Rückblick

Die SHOT Show 2019 ist Geschichte. Die Geschäftsintensität im Sands Expo Center am Gebäudekomplex des Venetian-Hotels war normal, der Besucherantrag war es auch. Unter Präsident Trump hat die Branche die Gewissheit, dass von Seiten des Waffengesetzes keine Gefahr droht, Panikkäufe gibt es daher nicht, die Geschäfte können normal laufen. Das Recht der meisten unbescholtenen Amerikaner, sicher zur eigenen Sicherheit eine Waffe zu kaufen stimuliert die Geschäftstätigkeit ebenso wie die Liebe zu den MSRs.

 

Allerdings: Wie jedes Jahr muss der Besucher in dieser Branche bahnbrechende Neuheiten in der Fülle der Expontate mit der Lupe suchen, weil eben heute wie vor 130 Jahren eine Einheitspatrone in das Patronenlager der Waffe eingeführt, vom Schlagbolzen gezündet und von den entstehenden heißen Gasen ein Geschoss aus dem Lauf getrieben wird. Und so waren es auch dieses Jahr de facto Produktpflege- oder Optimierungsmaßnahmen, die zu Neuheiten führten - vielleicht einmal abgesehen von der Nachtsicht- und Wärmebildtechnik, wo noch größere Innovationssprünge möglich sind. Bei der Fülle der Aussteller können wir an dieser Stelle natürlich nur eine kleine und willkürliche Auswahl der interessanten Produkte zeigen. Über weitere Produkte lesen Sie Details im DWJ 3/2019 ab Seite 18.

Schießsport. Sportlich besonders amitionierte Schützen hat die Carl Walther GmbH aus Ulm mit der neuen Q5 Match Steel Frame im Visier. Die ab Seite 34 in dieser DWJ-Ausgabe umfassend vorgestellte Pistole für dynamische Disziplinen lockte an allen Messetagen zahlreiche Besucher an den Stand von Walther. Die Q5 Match SF dürfte dafür sorgen, dass auch der Waffenfreund im hintersten Idaho realisiert, dass Walther mehr kann als P38. Und die scharf kalkulierten 1499 Dollar für eine Premiumpistole mit Stahlgriff-stück tun ein Übriges, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Ein ganz renommierter US-Hersteller von Pistolen ist Kimber, der vor allem auch für seine zahlreichen Varianten an 1911er-Pistolen bekannt ist. Vom Erscheinungsbild her fällt dieses Jahr die neue KHX mit ihren als Sechsecke ausgeführten Oberflächenstrukturen vorne und hinten am Schlittenbereich, wo man sonst die Durchladerillen findet, auf. Diese sechseckigen Strukturen setzen sich auf der Griffschale fort, begleitet von an punzierte Oberflächen erinnernden Abschnitte. Unter der Reihe KHX fasst der Hersteller mehrere Produktvarianten mit unterschiedlicher Lauflänge und Kaliber zusammen.

Zum Pistolenhersteller Kahr gehört auch Magnum Research, der Hersteller der legendären Desert Eagle im Kaliber .50 AE. Die Pistolen gibt es auch in .44 Magnum und .357 Magnum. Wenn auch nicht mehr ganz neu, dem Messebesucher fällt natürlich sofort immer wieder die .50-er mit dem goldfarbenen Finish auf. In Deutschland dürfte diese wegen der Bedürfnisanforderung nicht so leicht zu verkaufen sein, manche Amerikaner stehen aber nun einmal auf „groß“ und protzig. Sie muss einem nicht gefallen mit diesem Finish, das auch noch mit einem grauen Tigermuster unterlegt ist – doch sie sorgt für Umsatz. Zur Erinnerung: Mit dem längeren 10"-Lauf ist sie 37,5 cm lang. Das Magazin fasst sieben Patronen.

Benelli entwickelte aus der erst vor wenigen Jahren eingeführten, eleganten Bockdoppelflinte 828U die nicht weniger elegante 828U Sport für den Wurscheibensport. Das Laufbündel ist 30" lang, der Schütze kann durch ein System aus beweglichen Gewichten die Balance individuell einstellen. Fünf Nickel-Chokes werden mitgeliefert.

Halbautomatische Selbstlader im AR-15-Stil sind natürlich nach wie vor ein großes Geschäft in den USA und werden dort auch von sportlich ambitionierten Waffenfreunden sehr geschätzt. Allein mit den Anbietern solcher Waffen und dem Zubehör dafür ließe sich eine Messe bestreiten. Bushmaster, Remington, DPMS, Savage und viele andere haben jedes neue Jahr neue Modellvarianten im Angebot, die endlich das Gelbe vom Ei hinsichtlich Funktionssicherheit und Präzision sein sollen und natürlich in den USA auch eindeutig als Selbstverteidigungswaffen gekauft werden und für dienstliche Zwecke ebenso Verwendung finden. Hier stellvertretend genannt sei etwas ein DPMS Tactical Precision Rifle M-LOK im Kaliber .223 Rem. Mit 20" langem Lauf und Mündungsfeuerdämpfer und einem Drall von 1:9 dürfte die Waffe hierzulande Sportschützen ansprechen. DPMS bietet ein umfassendes Sortiment halbautomatischer Waffen im AR-15-Stil, darunter auch solche mit 24" langem Bull Barrel in 6,5 Creedmoor. Einer der wichtigen Importeure solcher Waffen in Deutschland ist die Hofmann Mellrichstadt GmbH.

Die Longrangeschützen, für die Geld bei der Anschaffung eine Rolle spielt, spricht Browning mit der X-Bolt Pro Long Range GRS an. Der Schaft ist aus Schichtholz gefertigt und optimal an die Bedürfnisse des Präzisionsschützen angepasst. Er verfügt über eine verstellbare Wangenauflage und eine vierfach verstellbare Schaftkappe. Der 61 cm lange, dickwandige Matchlauf ist kanneliert und verfügt über ein Mündungsgewinde zum Aufschrauben eines Mündungsfeuerdämpfers. Der Lauf ist handgeläppt, um ein Maximum an Präzisionspotenzial zu bieten. Kern der Büchse ist das bekannte X-Bolt-System. Für rund 2200 Euro dürfte die Waffe in Europa zu bekommen sein.

Für längere Zeit gab es wenig Neues von Marlin zu berichten, dem Unternehmen, das wie eine Reihe renommierter anderer auch zur Vista Outdoor Group gehört. Dieses Jahr meldet sich Marlin mit zwei Unterhebelrepetierer-Modellen zurück, ganz so, wie man es von diesem Unternehmen erwartet. Es handelt sich das Modell 336C Curly Maple mit einem Schaft aus hellem Ahornholz, Unterhebel in Standardform und 20"-Lauf im Kaliber .30/30. Die Marlin 444 im Kaliber .444 Marlin ist mit einem Schaft aus Walnussholz und 20"-Lauf versehen. Das Röhrenmagazin fasst vier Patronen.

Das große Schwesterunternehmen zu Marlin im Konzern ist Remington, das unter anderem mit dem 700er-System Geschichte schrieb. Dieses System ist immer eine gute Basis, um darum herum eine hochpräzise Büchse zu bauen. Dieses Jahr ist es eine Büchse, die aus der Ferne zunächst wie einer der unzähligen AR-15-Klons aussieht. In Wirklichkeit ist es aber ein auf maximale Präzision getrimmter Repetierer namens Modell 700 PCR (Precision Chassis Rifle). Bei dieser Büchse wird das 700er-System mit einem Gehäuse aus einer hochfesten Aluminiumlegierung kombiniert. Der Lauf kann im ebenfalls aus Aluminium gefertigten Handschutz frei schwingen. Der Lauf verfügt über fünf Züge und Felder. Ein vielfach verstellbarer und individuell anpassbarer Hinterschaft von Magpul (PRS Gen3) gehört mit zum Paket. Das System ist aus hochfestem Kohlenstoffstahl gefertigt, der Kammerstengel endet in einem übergroßen, gut zu greifenden Kammerkopf. Der verstellbare Abzug ist für Präzisionsbüchsen konzipiert.

In der mittleren Preiskategorie greift Remington mit einer Büchse auf Basis des lange Zeit wenig beachteten Model Seven Stainless ins Marktgeschehen ein. Dieses jetzt wieder neue Modell Seven Stainless Steel HS ist mit einem 20"-Lauf mit mattgrauem Stainless-Finish versehen, ist mit einem Schaft von HS Precision ausgestattet und dem verstellbaren Abzug X-Mark Pro. Die in den USA für 1150 Dollar angebotene Büchse wird in den Kalibern .243 Win., 308 Win., 7 mm–08 Rem. und 6,5 Creedmoor angeboten.

Im seinem Jubiläumsjahr, das Unternehmen wird 125 Jahre alt, präsentiert dieser weltweit nach Umsatz und Stückzahl größte Hersteller ziviler Handfeuerwaffen eine ganze Reihe neuer Modelle – jeweils auf Basis verschiedener Plattformen. Welche letztendlich für den deutschen Interessenten verfügbar werden, entscheidet auch der deutsche Generalimporteur, die Helmut Hoffmann Gmbh in Mellrichstadt, mit. Den Einstieg bilden mit einem Preisniveau zwischen 320 und 400 Dollar die als Rechts- und Linksversion verfügbaren Rascal Target. Holzschaft, 16,125"-Lauf und Picatinny-Schiene gehören zu diesem vor allem in den USA beliebten Plinking-Schießen mit Kleinkaliberwaffen – Schießen aus Spaß an der Freud.

Für Wettkampfschützen interessant sind die neuen Savage-Modelle MSR 10 und MSR 15. Sie sind mit einem längeren Lauf mit spezieller Mündungsbremse ausgestattet, die es dem Schützen ermöglichen soll, den Rückstoßimpuls so zu reduzieren, dass ein rascher, gezielter Folgeschuss möglich wird. Auch das Gasentnahmesystem wurde so verbessert, dass der Schütze relativ leicht Veränderungen vornehmen kann, um die Funktion bei unterschiedlichen Laborierungen sicher zu stellen. Bei diesen Modellen ist es dann mit „superpreiswert“ auch vorbei: Das MSR 10 im Kaliber .308 Win. soll 3440 Dollar, das MSR 15 in .223 Rem. oder .224 Walkyrie 2875 Dollar kosten.

Dass es auf dem Feld der zivilen Handfeuerwaffen meist irgendwie um leichte Modifikationen und damit um die Wiederkehr von Bekanntem geht, zeigt auch beispielhaft die 1911er-Pistole Firehawk von Nighthawk Custom. Sie ist mit einem Bull-Barrell ausgestattet, auf dem ein Kompensator sitzt. Auch die über die gesamt Lauflänge verlaufende Federführungsstange bringt Masse nach vorne und verringert damit das Hochschlagen der Mündung.

Munition für Wettkampfschützen gibt es variantenreich von allen namhaften Anbietern. Für Wettkampfschützen besonders interessant dürfte die Hexagon Line von Geco sein, die es in den Kalibern 9 mm Luger, .357 Magnum, .45 ACP und .44 Magnum geben wird. Geco ist eine MArke der RUAG Ammotec in Fürth.

Der finnische Hersteller Lapua präsentierte eine neue Kleinkaliberpatrone speziell für das Longrangeschießen mit .22 l.r.-Büchsen. Natürlich nutzen auch die Finnen den Boom der 6,5 Creedmoor und bieten hier eine mit dem legendären Scenar-Geschoss geladene Patrone an.

Mag Pump (www.magpump.com) zeigte einen praktischen Magazinfüller. Er erleichtertet dem für das Magazinfüllen eingesetzem Personal die Arbeit erheblich. Bei den großen Schusszahlen bei Tests ist ein solches Gerät eine große Erleichterung. Aber auch bei großen Schießwettbewerben oder auch für den einzelnen ambitionierten Schützen kann die Anschaffung eines solchen Geräts nützlich sein.

Die an den Testschießständen eingesetzten Geräte machten trotz der weitgehenden Kunststoffausführung einen stabilen Eindruck und überstanden den harten Testtag. Sie sind sowohl für das Füllen von Pistolen- als auch Büchsenmagazinen erhältlich.

Sicherheit. Die Industrie, die Produkte für die persönliche Sicherheit im weitesten Sinne herstellt, ist riesig und wichtig. Viele tausend neue Schützen lernen jedes Jahr, dass mit dem richtigen Training und dessen Anwendung verdeckt getragene Waffen zuverlässig Leben retten können. Tatsächlich sprechen offizielle Statistiken von Millionen von Feuerwaffen, die gerade aus dem Grund der persönlichen Sicherheit jedes Jahr gekauft werden. Natürlich wissen das die Hersteller und drängen mit immer neuen Produktvarianten in diesen Markt.

Der große Hersteller Kimber (www.kimberamerica.com) gehört zu einer Handvoll Unternehme, die unterschiedliche Faustfeuerwaffentypen und gleichzeitig Langwffen in gleich guter Qualität anbieten können. Neu für das Jahr 2019 ist beispielsweise die Kimber EVO SP (CS), eine 9-mm-Pistole mit sehr schlanker Linienführung aus dem Customshop. Diese trotz des Werkstoffs Edelstahl (Griffstück Aluminium) auf leichtes Gewicht optimierte subkompakte Pistole fällt natürlich auch durch spezielle Designelemente an Griffschalen und bei der Ausgestalltung der Durchladerillen auf. Kanten, die ein rasches Ziehen verhindern könnten, sucht man vergebens. Die Schlagbolzenpistole ist mit einem sieben Patronen fassenden Magazin ausgestattet. Der Lauf ist 3,16" kurz, für eine rasche Zielaufnahme soll das Tritium-Visier von Truglo sorgen.

Traditionell ist der Tag vor Messebeginn, also der Montag, der Tag, an dem Firmen- und Fachpressevertreter auf verschiedenen Schießständen in der Wüste um Las Vegas das eine oder andere Produkt ausprobieren können. Branchenriese SIG Sauer (www.sigsauer.com) hat sogar einen eigenen großen Stand gemietet, wo man ausgiebig die vielen Waffen der großen Modellpalette ausprobieren konnte. Wir waren dabei und haben vor einer hohen, als Kugelfang fungierenden Gebirgskette ausgiebig geschossen. Darunter war natürlich auch die Selbstladebüchse M400 SDI V-TAC mit dem an der rechten Gehäuseseite angebrachten Verschlussfanghebel. Dieser ermöglicht ein Öffnen und offenes Feststellen des Verschlusses, ohne die rechte Hand vom Pistolengriff lösen zu müssen.

Durch den direkt arbeitenden Verschluss ohne Piston lässt sich der Verschluss auch leicht und schnell öffnen, ohne dabei den Anschlag auflösen zu müssen. Der leichte, schlanke und gerade Vorderschaft ermöglicht eine stabile Haltung und bei schnellen Schüssen reproduzierbare Treffer. Es handelt sich um eine durchdachte, ergonomisch sinnvolle Weiterentwicklung für AR-typische Systeme.

Von der durch den großen Auftrag der US-Armee weltweit bekanntengewordenen SIG Sauer P320 (M17) gibt es jetzt die Kompaktversion SIG Sauer P320 X-Compact. Dieses Modell ist von den Konstrukteuren so ausgelegt worden, dass es unter Beibehaltung der großen Modularität besonders komfortabel getragen und rasch gezogen werden kann. Der Besitzer kann sie leicht verdeckt tragen, auf dem Schießstand vor den Toren von Las Vegas zeigte die Pistole mit ihrem nur 3,6" kurzen Lauf, wie leicht sie beim raschen Abfeuern mehrerer Schüsse hintereinander in der Visierlinie gehalten werden kann. Die Pistole wird mit dem für den Nachteinsatz tauglichen Korn X-Ray3 day/night front sight und dem dazu passenden Kimmensystem geliefert. Eine kurze Picatinny-Schiene am Dust Cover ist vorhanden. Bemerkenswert ist das doppelreihige, 15 Patronen fassende Magazin.

Ebenfalls neu bei SIG Sauer ist das MPX PCC. Laut Hersteller wird dadurch die MPX-Plattform des Pistolenkarabiners bereitgemacht, um ohne weiteres einen Timney-Trigger einbauen zu können.

Auch der österreichische Dominator am US-Dienstpistolenmarkt Glock (www.glock.com) macht weiter auf sich aufmerksam. Glock bringt in Gestalt der G43X und G48 zwei Slim-Line-Modelle mit schmaler Rahmenbreite in 9 mm Luger auf den Markt, die sofort durch das silberne Finish auf dem Verschluss auffallen. Allerdings ist hier an der seit Jahren bekannten Technik der Glock-Pistolen nichts verändert worden – ganz im Gegensatz zur Glock 46, die jetzt von der Polizei in Sachsen-Anhalt eingeführt wird.

Die Glock 43X ist, neben der G19X und der G45, ein weiteres sogenanntes Crossover-Modell, das heißt, diese neue Kurzwaffe hat eine Verschluss- und Laufpartie in der Länge einer Glock 43, aber ein Griffstück in Länge der Glock 19. Dadurch soll laut Herstellerangaben bei kürzerer Gesamtlänge der Waffe und schmalerer Bauweise (Gesamtbreite nur 28 mm) eine bessere Handauflage am Griffstück und ein sicherer Zugriff beim schnellen Ziehen der Waffe aus dem Holster erreicht werden. Die Glock 48 entspricht in den Außenumrissen einer Glock 19, ist aber ebenfalls um 4 mm schmäler als ihr doppelreihiges Pendant. Bei beiden neuen Modellen werden einreihige, zehn Patronen fassende Magazine verwendet, um die Waffen möglichst schmal zu halten, was sie für das verdeckte Führen prädestiniert.

Von Steyr (www.steyr-arms.com) neu ist die Pistole A2 MF, die auf das bekannte Vorgängermodell aufbaut. Das Griffstück wurde von den Konstrukteuren neu gestaltet. Zur individuellen Anpassung an die Hand kann der Schütze zusätzlich verfügbare Griffpaneele aufsetzen oder entfernen. Die ebenfalls neue Oberflächenstruktur garantiert einen sicheren Griff auch bei extremen Situationen. Laut Hersteller soll auch die Nachladezeit durch Optimierungen beim Repetiervorgang verkürzt worden sein. Im Vergleich zum Vorgängermodell beibehalten wurde der Griffwinkel und die tief liegende Laufseelenachse. Zusätzlich erhielt die Neue vorne am Schlitten zusätzliche Durchladerillen. Das Combat-Visiersystem soll eine besonders schnelle Zielaufnahme garantieren. Laut Steyr verkörpert die Pistole das Prinzip, dem Nutzer eine in vielen verschiedenen Konfigurationen einsetzbare Pistole an die Hand zu geben.

Mit dem Steyr SSG M1 hat der österreichische Hersteller ein hochklassiges Scharfschützengewehr im Portolio. Präzise und zuverlässig sorgen zahlreiche Details dafür, das volle Potenzial des Schützen abrufen zu können. Mit Mündungsbremse, KeyMod™-Vorderschaft, umfassend verstellbarerm Hinterschaft, Heavy-Duty-Verschluss, Top-Picatinny-Schiene 30 MOA, verstellbare Picatinny-Schiene und Harris Zweibein ist die Büchse im Kaliber .338 Lapua Mag. für alle Eventualitäten gerüstet. Das herausnehmbare Kastenmagazin fasst zehn Patronen. Der Abzug ist ein verstellbarer Druckpunktabzug. Die Sicherung ist beidseitig bedienbar. Der Aluminum-Klappschaft umfassend verstellbar. Die Waffe mit 69 cm langem Lauf wiegt rund 6,9 kg und kostet in den USA knapp 12?000 Dollar.

Der in den USA sehr bekannte Hersteller von Handfeuerwaffen Mossberg stellt zu seinem 100. Firmengeburtstag in diesem Jahr eine Waffe vor, die man von diesem eher für seine Vorderschaftrepetierer bekannten Waffenmodelle nicht unbedingt erwarten würde. Mit der Mossberg MC1 sc mit 3,4"-Lauf stürzt sich der Hersteller in den großen, aber hart umkämpften, gesättigten Markt der subkompakten Selbstverteidigungspistolen in 9 mm Luger für das verdeckte Tragen. Der Hersteller bietet die MC1 sc zum Kampfpreis von rund 450 Dollar in den USA an. Es ist übrigens die erste Kurzwaffe dieses Herstellers in 100 Jahren. Sie ist für das verdeckte Tragen ausgelegt, anstatt Kanten zeigt sie Rundungen, sie ist schlank und leicht. Ausgeliefert wird sie mit einem 6 Patronen und einem 7 Patronen fassenden Magazin. Durchladerillen vorne und hinten am Schlitten erleichtern das Zurückziehen des Schlittens, der Abzugsbügel ist vergrößert. Das Griffstück ist aus mit Glasfasern verstärktem Kunststoff gefertigt. Im flachen Abzugsbügel ist die Abzugssicherung angeordnet. Die 624 g schwere Pistole lässt sich übrigens zerlegen, ohne den Abzug dabei ziehen zu müssen.

Der belgische Staatskonzern FN (www.fnhusa.com) hat eine starke Niederlassung in den USA. Kein Wunder, dass von dort unter anderen ein Präzisionsgewehr gelauncht wird, wie es etwa die US SOCOM führt. Diese FN SCAR 20S basiert auf der sogenannten FN MK20 SSR (Sniper Support Rifle) und ist für das Kaliber 7,62 mm×51 eingerichtet. Die Entwickler haben alles getan, um dieser Waffe ein herausragendes Präzisionspotenzial auch auf weite Distanzen zu geben. Der Hersteller bietet eine Präzisionsgarantie von 1??MOA (minute of angle) auf 100 yards mit Matchmunition (5er-Serie). Der schwere Lauf mit einem Drall von 1:12 ist 20“ lang. Die Waffe ist mit einem zweistufigen Geissele-Abzug mit einem Widerstand von rund 1800 g ausgestattet.

FNH präsentierte mit der FN 509 Tactical seine robuste Dienstpistole auch in scharzem Finish. Auf dem Schlitten ist eine Schiene für die Montage eines Rotpunktvisiers vorhanden, eine Picatinny-Schiene vorne unten am Griffstück dient der Montage etwa einer Lampe oder eines Lasers. Für die Pistole stehen 17 und 24 Patronen fassende Magazine zur Verfügung.

Federal, einer der ganz großen Hersteller von Munition, präsentiert zwei Dutzend neuer Munitionssorten: Die HST 10 mm AUTO mit einer v0 von rund 370 m/s; das 200-gr-Hohlspitzgeschoss pilzt in unterschiedlichen Zielmedien zuverlässig auf. Das neue HYDRA-SHOK DEEP gibt es jetzt in 40 S&W und 45 Auto, eine Eindringtiefe von 15“ in ballistische Gelatine sei gewährleistet, was FBI-Standards entspräche.

Dass im Bereich der Pistolen für dienstliche Nutzung der Trend klar in Richtung Pistole plus optische Visierung geht, ist Fachleuten längst klar. Und so bedient der Branchenriese Aimpoint aus Schweden (www.aimpoint.com) auch diese sich entwicklende Nachfrage mit einem kompakten, nicht vergrößernden Rotpunktvisier mit der Bezeichnung Advance Compact Reflex Optic (ACRO P-1). Bemerkenswert dabei: Die gesamte Einheit ist gekapselt.

Streamlight (www.streamlight.com) hat hochmoderne Laserzielgerät in Kombination mit Lampe zur Montage an der Pistole im Programm.

 

Lesen Sie in rund drei Wochen unseren umfassenden Bericht über die SHOT Show 2019 in der März-Ausgabe des DWJ.

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