Schießsport

von Walter Schulz

DSB Mitglied im Forum Waffenrecht

Das Präsidium des Deutschen Schützenbundes (DSB) hat in seiner Märzsitzung beschlossen, dem Forum Waffenrecht (FWR) als Mitglied beizutreten.

Bisher war dem DSB von den Mitgliedern des FWR die Möglichkeit einer formlosen Mitarbeit eingeräumt worden, ohne dass jedoch ein Einfluss auf die Entscheidungen genommen werden konnte. Mit dem DSB kann nun auch der größte Schießsportverband seine Stimme in diesem verbandsübergreifenden Verbändezusammenschluss geltend machen, um waffenrechtliche Entwicklungen gemeinsam zu diskutieren und die Interessen der Sportschützen in Stellungnahmen und Besprechungen auf der europäischen und der Bundes- wie Landesebene wirkungsvoll einzubringen.

Das FWR ist die Interessenvertretung aller legalen Waffenbesitzer. Als Zusammenschluss der wichtigen Verbände von Industrie und Handel sowie der Sportschützen und Jäger sowie Sammler als Endverbraucher ist es eine wichtige und kraftvolle Stimme, die den legalen Waffenbesitz in seiner Gesamtheit vertritt. Mitglieder sind u.a. der Deutsche Jagdverband (DJV), der Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM), der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB), der Bund Deutscher Sportschützen, der Bund der Militär- und Polizeischützen. Als Vorsitzender im siebenköpfigen Vorstand gewählt ist zur Zeit H.H. Keusgen.

Dem Forum Waffenrecht ist ein Förderkreis angeschlossen, dem jeder am Thema Interessierte für einen geringen Jahresbeitrag beitreten kann, um die Arbeit der Verbände wirkungsvoll zu unterstützen.

Die gegenwärtigen Entwicklungen im Waffenrecht auf europäischer und nationaler Ebene mit der Tendenz zu immer weiteren Verschärfungen des Waffenrechts für den legalen Waffenbesitzer machen es notwendig, deren Interessen auf allen Ebenen wirkungsvoll zu vertreten. Hierbei ist der Schulterschluss aller betroffenen Verbände notwendig, um mit einer Stimme gegenüber Politik und Gesellschaft für alle legalen Waffenbesitzer zu sprechen und zu handeln. Hierbei steht das FWR für den konstruktiven Dialog: Durch wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema und sachliche fachorientierte Diskussionen werden die Fakten verdeutlicht, um ein differenziertes und problemorientiertes Meinungsbild in der Bevölkerung sowie bei der Politik zu erreichen. Zur Wahrung der Zukunft des Schießsports und der Jagd sowie historisch wertvoller Waffensammlungen bündelt das FWR die Interessen der einzelnen Verbände um für die gemeinsame Sache in Gremien und Ausschüssen auf allen Entscheidungsebenen zu sprechen und zu kämpfen.

Hierbei kommen die besonderen Interessen einzelner Verbände nicht zu kurz. Vielmehr kann unter Berücksichtigung der gemeinsamen Linie jedes Mitglied weiterhin ureigene Sonderinteressen geltend machen. Dabei bleibt immer im Fokus, an der Gestaltung nationaler und europäischer aber auch internationaler Gesetze mitzuwirken, die die notwendigen Regelungen für die innere Sicherheit enthalten, ohne dabei die legalen Waffenbesitzer unnötig zu beschränken. Der DSB sieht in seiner Mitgliedschaft einen entscheidenden Schritt in Richtung eines wirkungsvollen politischen Lobbyings, indem er seine Interessen in die Gemeinschaft einbringen und nach dem Motto „Einigkeit macht stark“ wirkungsvoll zu Gehör bringen kann.

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