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von Nataly Kemmelmeier

Sonaderausstellung: Von der Kalaschnikow zur Wieger

Unter dem Motto „Von der Kalschnikow zur Wieger - Militärwaffenproduktion in der DDR” ist derzeit eine Sonderausstellung im Waffenmuseum Suhl zu sehen.

Zur Militärwaffenproduktion in der DDR gab es insbesondere in den 1990er Jahren verschiedenste Veröffentlichungen. Leider hatten alle Autoren keinen Einblick in die internen Abläufe der „Speziellen Produktion“, was die Bezeichnung der Rüstungsproduktion war. Deshalb waren fehlerhafte und zum Teil auch spekulative Darstellungen bei den Veröffentlichungen unvermeidlich. Die damalige Geheimhaltung dieses Industriezweiges erschwerte auch korrekte Publikationen in der Nachwendezeit. Für die Sonderausstellung im Waffenmuseum Suhl wurden deshalb frühere leitende Mitarbeiter des VEB GWB einbezogen, die zum Teil in der gesamten Bestehenszeit im VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa tätig waren.

Durch eine Kooperation mit der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz als Teil des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sowie den Militärhistorischen Dresden als Leihgeber können fast alle Waffenmodelle des GWB sowie Forschungsmuster, Designstudien und Prototypen ausgestellt werden. Es wird eine der 10 ersten noch per Hand hergestellten Kalaschnikows bis hin zur Eigenentwicklung des Sturmgewehrs Wieger ausgestellt.

Neben dem Hauptthema der Ausstellung werden auch Informationen zu deaktivierten Kriegswaffen am Beispiel der Kalaschnikow gegeben, da diese noch weltweit am die häufigsten eingesetzte Kriegswaffe ist. Somit existieren vielfältige geänderte sogenannte deaktivierte Waffen, welche durch mechanische Änderungen Ihre Fähigkeit als Waffe verloren haben. Durch verschiedene Vorkommnisse wurden insbesondere in den letzten Jahren die Gesetze für solche „Dekowaffen“ geändert. In der Ausstellung werden verschiedenste Stufen der Deaktivierung gezeigt. Ebenfalls wird ein kurzer Überblick zur Definition Kriegswaffe und zugehörigen Kriegswaffenkontrollgesetz gegeben.

Somit soll die Ausstellung auch das Interesse von Besuchern wecken, welche in der Thematik unbrauchbar gemachte Kriegswaffen verunsichert sind und sich informieren möchten.

Webseite zur Ausstellung: www.stg40.de

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