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Kurznachrichten

von Walter Schulz

Schwere Turbulenzen bei Zeiss

In einer Betriebsversammlung am vergangenen Mittwoch verkündete die Geschäftsleitung, dass 140 Arbeitsplätze in der Fertigung abgebaut und 80 weitere Stellen nach Oberkochen verlagert werden sollen. Die Verlagerung geht auch aus einer kürzlich versandten Pressemitteilung hervor.

Der Grund für diese Maßnahmen dürfte in den unbefriedigenden Ergebnissen der Carl Zeiss Sports Optics liegen. Dem Vernehmen nach schreibt man erhebliche Verluste - obwohl die Marke Zeiss bei deutschen Jägern nach wie vor einen hervorragenden Namen hat.

Jetzt sollen kundennahe Funktionen wie Produktmanagement, Entwicklung, Marketing und Vertrieb von Carl Zeiss Consumer Optics am Standort Oberkochen an der Schwäbischen Alb in Ostwürttemberg zusammengeführt werden. Mit dem Umzug sollen die bislang voneinander getrennten Bereiche Sports Optics (Wetzlar) und Foto- und Kameraobjektive (Oberkochen) verschmolzen werden.

Der Abbau von 140 Arbeitsplätzen in der Fertigung in Wetzlar bedeutet, dass die Produktion künftig mit rund 110 verbleibenden Beschäftigten allein auf Endmontage, Service und Reparatur konzentriert wird. Das ist bemerkenswert, denn was wird endmontiert, wenn in Wetzlar nicht mehr gefertigt wird? Die Rede ist davon, dass Teile der Produktion nach Ungarn verlagert werden sollen.

Gewerkschaft und Mitarbeitervertreter kündigten Widerstand gegen die Pläne an.

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