Sie sind hier:

Kurznachrichten

von Walter Schulz

Dr. Martin Luther King - wovon man heute nicht mehr spricht

Am 4. April 1968 um 18.01 Uhr Ortszeit wurde Dr. Martin Luther King im Memphis, Tennessee, auf der Veranda seines Motels vermutlich mit einem Remington-Gewehr per Kopfschuss im Alter von nur 39 Jahren erschossen.

Der redegewaltige schwarze Pastor führte erfolgreich die Civil-Rights-Bewegung an, die um die Gleichstellung von Schwarz und Weiß kämpfte. Der von den Idealen von Jesus Christus und Ghandi beeinflusste King predigte den absolut gewaltlosen Widerstand. Damit war er außerordentlich erfolgreich und gefährlich zugleich für die Bewahrer der Rassentrennung. Er wusste, dass er und seine Familie sehr gefährlich lebten. King soll deshalb zu Selbstverteidigungszwecken zu Hause und auf Reisen durchaus bewaffnet gewesen sein - was ihm freilich nur Einbruch oder Angriff aus nächster Nähe genutzt hätte. Gegen einen unsichtbaren, nicht erwarteten Schützen konnte er freilich keine Chance haben.

Was in der Medienberichterstattung gestern auch nicht erwähnt wurde, ist, dass Dr. King auch renommierte weiße Mitstreiter hatte. Einer davon war Charlton Heston, damals berühmter Hollywood-Schauspieler, der die Hauptrolle im Monumentalfilm "Ben Hur" spielte. Heston war später lange Jahre wortgewaltiger Präsident der National Rifle Association (NRA). King und Heston waren nur auf den ersten Blick ungleich: Für sie spielte die ethnische Herkunft keine Rolle, beiden ging es um Gerechtigkeit und persönliche Freiheit - und beide waren stark vom Christentum beeinflusst.

Bild: United States Library of Congress

 

Zurück